Kristina Schröder vs. Abgeordnetenwatch

Mit einem kontroversen Beitrag startet die ehemalige Bundesministerin und aktuelle Bundestagsabgeordnete Kristina Schröder (CDU) ihre Präsenz bei SoundCloud. Darin setzt sie sich mit der populären Plattform für Fragen an deutsche Mitglieder von Parlamenten “Abgeordnetenwatch” auseinander und begründet, warum sie sich nicht (mehr) an diesem Kanal politischer Kommunikation beteiligt. Hier ihr Statement:

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Audio-Offensive zu Koalitionsverhandlungen

Soviel deutsche Politik wie jetzt gab es noch nicht bei SoundCloud. Verantwortlich dafür ist vor allem die SPD mit ihrem Profil. Damit dokumentiert die Partei viele Statements nach Verhandlungsrunden mit der CDU zur Bildung einer Großen Koalition im Bund. Insofern kommen nicht nur Sozialdemokraten zu Wort, sondern auch Vertreter der Union. Etwa 70 (!) Beiträge dieser Art haben sich inzwischen angesammelt und konstituieren ein einzigartiges öffentliches Audio-Archiv. Die Online-Redaktion der SPD bindet die Beträge auch in die Berichterstattung über die Koalitionsverhandlungen auf ihrer Website ein. Insofern sind die Audio-Dokumente Bestandteil der Kommunikations-Offensive mit der die Parteispitze die Basis dazu bewegen will, einem ausgehandelten Koalitionsvertrag am Ende zuzustimmen. (Die Einbindung in Online-Angebote anderer Anbieter konnte ich nicht beobachten, bin aber für betreffende Hinweise via Kommentarfunktion dankbar.)

Derweil wurden in Hessen nach der Landtagswahl noch Sondierungsgespräche geführt. Nach deren Abschluss entstand eine Phase in der die Konstellation der Regierungsbildung unklar war. Diese beendete der hessische SPD-Vorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel mit einem Pressestatement am 22.11.2013, in dem er die Absicht des hessischen CDU-Vorsitzenden und Ministerpräsidenten Volker Bouffier öffentlich machte, Bündnis 90/Die Grünen ein Angebot für Koalitionsverhandlungen zu unterbreiten. Zu diesem Zeitpunkt war Schäfer-Gümbel in Berlin, um an den Koalitionsverhandlungen im Bund teilzunehmen. Diesem Umstand verdanken wir die Aufzeichnung seines Statements und dessen Publikation im SoundCloud-Profil der SPD.

Schäfer-Gümbel kam damit der CDU zuvor, die am selben Nachmittag die Entscheidung über Koalitionsverhandlungen in den Parteigremien beriet. Am Abend verkündete dann Bouffier das Angebot zur Aufnahme von Koalitionsverhandlungen an die hessischen Grünen. Nachdem die CDU SoundCloud bereits im Landtagswahlkampf genutzt hat, liegt das Statement nun ebenfalls in diesem Audio-Format vor.

Damit fehlt nur noch das Statement des Landesvorsitzenden der hessischen Grünen, Tarek Al-Wazir, in dieser Angelegenheit. Dieser hat seine Affinität zur Nutzung von  Audio-Angeboten in Koalitionsfragen mit einem Tweet dokumentiert, der das Leitmotiv für eine schwarz-grüne Kooperation bereits mit der Bezugnahme auf einen Titel von Xavier Naidoo formuliert hat: “Dieser Weg wird kein leichter sein…”

Ich würde mich freuen, seine Erklärung nach dem Parteirat bei SoundCloud zu finden!

Update 23.11., 19.00 Uhr:
Bündnis 90/Die Grünen haben die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen mit der CDU beschlossen und eine ausführliche Darstellung des Sondierungsprozesses sowie ihrer Positionierung publiziert. Eine Audio-Version der Erklärung Al-Wazirs war nicht zu finden. Demgegenüber liegt die Reaktion von Bouffier auf den Beschluss in diesem Format vor.

Update 6.12.: “Doppelt hält besser”
Inzwischen dokumentieren beide Parteien die Pressestatements zu den Koalitionsverhandlungen im jeweils eigenen SoundCloud-Profil. Soweit ich sehe höre, handelt es sich dabei um das gleiche Material. Dies ist insofern eine interessante Entwicklung, da die schwarz-grünen Koalitionsgespräche im Vergleich zu den schwarz-roten im Bund von den Verhandlungspartnern recht restriktiv kommentiert und kommuniziert werden und Geschlossenheit demonstriert wird.  Hier der heutige Beitrag:

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New York: Remix the Mayor!

Auch in New York wird in diesem Jahr noch gewählt, nämlich am 5. November der Nachfolger von Bürgermeister Michael Bloomberg. Aus diesem Anlass hat der Radiosender WNYC in seinem sowie dem Stadt-Archiv gekramt, um Ausschnitte aus Reden von bisherigen Bürgermeistern auszuwählen und zum Download zur Verfügung zu stellen. Die Hörer sind nun dazu aufgerufen, das Material möglichst originell zu remixen. Bewertet werden die Einreichungen durch ein Jury, deren Favoriten gesendet und wiederum als Playlist bei SoundCloud veröffentlicht werden. Prima Aktion!

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Finanzkrise: Five Years Later

Am “Schwarzen Montag”, dem 15. September 2008, meldete die Investmentbank Lehman Brothers nach vergeblichen Rettungsversuchen Insolvenz an. Die Konsequenzen fasst ein Kalenderblatt des WDR-Stichtag wie folgt zusammen:

Die von deutschen Einwanderern gegründete Bank bricht unter einer Schuldenlast von 630 Milliarden Dollar zusammen. Der US-Aktienindex “Dow Jones” bricht ein und erleidet den stärksten Tagesverlust seit den Terrorattacken am 11. September 2001. Mit immensen Folgen: Die Pleite löst eine weltweite Finanz- und später Wirtschaftskrise aus – mit vielen Jobverlusten und Kurzarbeit.

Nun hat sich die Obama-Administration entschlossen, ihre Sicht der Dinge zu verbreiten. Sie tut dies gewohnt souverän unter Einsatz der aktuellen Möglichkeiten, die Online-Kommunikation für das storytelling zu bieten hat. Unter Whitehouse.gov/five-years-later kommen sieben Beteiligte am damaligen Geschehen zu Wort:

To mark the anniversary, we’ve asked senior staff from across the Obama administration to sit down and talk about the moments when key decisions were made — the factors they weighed, the results of the actions that President Obama took. Check out a behind-the-scenes look of the decision-making process that you won’t find anywhere else.

Für jede Person gibt es einen Abschnitt mit Porträt sowie einer Abbildung, die den jeweils adressierten Sachverhalt visualisiert. Den Kern bilden die Audio-Aufnahmen der Aussagen:

Wem diese Aufbereitung zu journalistisch ist, kann einen fünfzigseitigen Regierungsreport mit der offiziellen Darstellung herunterladen. Diese Maßnahmen als Transparenzoffensive zu feiern wäre verfehlt: Natürlich wird dem Rückblick der Regierung der intendierte spin verpasstIm Vergleich zu Online-Formaten der deutschen Bundesregierung kann man jedoch sowohl Form als auch Inhalt der digitalen Regierungskommunikation seitens der Obama-Administration positiv würdigen.

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Unionslieder: Der CDU-Song

Nachdem ich mich vom SPD-Wahlkampfsong nicht ganz begeistert gezeigt habe, wird diese Einschätzung vom Titel der CDU relativiert. Dank des illustren Profils Unionslieder steht dieser auch bei SoundCloud zur Verfügung und kann mit historischen Hervorbringungen politischer Liedkunst von CDU sowie CSU aus Bund und Land verglichen werden. Präsentiert wird hier die Radio Version von “An jedem neuen Tag“. Auf der CDU-Website sind weitere Versionen als MP3-Datei verfügbar; auch der Video-Clip dort ist aussagekräftig. Verantwortlich für das Werk zeichnet der erfolgreiche Produzent und bekennende CDU-Symphatisant Leslie Mandoki (“Dschinghis Khan“).

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Das Wir entscheidet in 6.43.32

Nachdem die SPD bereits eine Kurzfassung ihres Wahlprogramms bei SoundCloud veröffentlicht hat, gibt es dort eine Langfassung, die ihren Namen verdient: 6 Stunden und 44 Minuten in acht Teilen. Zum Hintergrund des Projekts formuliert der Infotext:

Dieses Audioangebot wurde erstellt von der Blinden- und Sehbehindertenseelsorge der Evangelischen Kirche im Rheinland mit deren freundlichen Genehmigung wir es hier anbieten. Alle vorgelesenen Wahlprogramme können auch auf CD bestellt werden unter www.ebess.de oder per Mail an blindenseelsorge@ekir.de.

 

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Wahlkampf-Song der SPD

Seit heute ist er im Handel erhältlich, ein Wahlkampf-Song der SPD. Premiere hatte der Titel beim Deutschlandfest der Partei, und eine Aufnahme davon ziert auch das Cover. Nach den Angaben der DirtyRedCarpets handelt ihr Lied “Zuhaus” von einer Berliner Kreativwirtschaftsidylle. Allerdings will der biedere Deutschrock nicht so recht zu den dort angeblich ansässigen “Musik- und Werbefirmen, Internet Start-ups und Postproduktionsstudios” passen. Garniert wird der Gesang mit Samples aus Reden der sozialdemokratischen Bundeskanzler Willy Brandt, Helmut Schmidt und Gerhard Schröder sowie des diesjährigen Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück.

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SPD lässt ihr Programm lesen

Nachdem die Grünen bereits eine Audio-Version ihres Wahlprogramms vorgelegt haben (als MP3 und DAISY-Hörbuch), zieht nun die SPD mit einer SoundCloud-Variante nach. Eine gelungene  Idee ist, dass diese Kurzfassung kapitelweise vom erfahrenen Vorleser Wolfgang Thierse und der stellvertretenden Parteivorsitzenden Aydan Özoguz vorgelesen werden. Eingebunden werden die Kapitel auf den betreffenden Themenseiten zum Programm auf der SPD-Website (z.B. hier zum Thema “Arbeit”).

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CDU Hessen mit Audio-Angebot

Heute haben die hessischen Christdemokraten ihre Kampagne für die Landtagswahl in Hessen vorgestellt, die zeitgleich mit der Bundestagswahl am 22. September 2013 stattfindet. Im Hinblick auf den Online-Wahlkampf fällt das Audio-Engagement auf:

Um unsere Inhalte möglichst barrierefrei anzubieten, werden wir weiter Soundcloud für Berichte und O-Töne nutzen, eine Readspeaker-Funktion auf unserer Website anbieten und bei einigen Veranstaltungen neben dem Livestream auch einen Gebärdendolmetscher anbieten.

Während die Vorlese-Funktion auf der Website recht innovativ anmutet, verzeichnet das SoundCloud-Profil bislang eher konventionelle Beiträge, die öffentliche Äußerungen vor allem des Spitzenkandidaten und Ministerpräsidenten Volker Bouffier dokumentieren. Eine erste Abweichung davon ist der aktuellste Beitrag, in dem Bouffier seinen Facebook-Fans dankt. Mal schauen, was da noch kommt…

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SPD-Wahlkampf bei SoundCloud

Der Online-Wahlkampf hat nun auch SoundCloud erreicht: Mario Henning, SPD-Bundestagskandidat im Wahlkreis 68 (Harz und Aschersleben in Sachsen-Anhalt), legt mit dem Song “Harzer Septemberwind” ein gewagtes Werk vor. Auch wenn die kritischen Kommentare die positiven Reaktionen derzeit überwiegen, wurde der Clip innerhalb von 24 Stunden schon fast 5000 Mal gespielt! Ich würde mir als Service noch den Text sowie Angaben zur Ausführung (singt der Kandidat selbst?) wünschen.

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