A Singing Comet: Ein Hit der ESA

Die Europäische Weltraumbehörde hat die Mission „Rosetta“ zum Kometen „Tschuri“ auch in den sozialen Medien intensiv begleitet. Mit einer Aufnahme aus dem All in ihrem SoundCloud-Profil hat die ESA dabei einen Hit gelandet: Die Kometenmelodie erreicht innerhalb einer Woche nach der Veröffentlichung 5 Millionen Aufrufe! Diesen Erfolg ordne ich in einem Beitrag für das Online-Magazin Netzpiloten ein: „Kometenmelodien als Wissenschaftskommunikation auf SoundCloud

Kristina Schröder vs. Abgeordnetenwatch

Mit einem kontroversen Beitrag startet die ehemalige Bundesministerin und aktuelle Bundestagsabgeordnete Kristina Schröder (CDU) ihre Präsenz bei SoundCloud. Darin setzt sie sich mit der populären Plattform für Fragen an deutsche Mitglieder von Parlamenten „Abgeordnetenwatch“ auseinander und begründet, warum sie sich nicht (mehr) an diesem Kanal politischer Kommunikation beteiligt. Hier ihr Statement:

CNN: Soundwaves

Nachdem CNN schon etwas länger ein SoundCloud-Profil unterhält, hat CNN Radio mit dem Blog Soundwaves nun eine Anlaufstelle für entsprechende Audio-Angebote eingerichtet. Im Eintrag zum Launch wird die Konnektivität und Portabilität akzentuiert:

It’s a listening experience you can share. Take it with you as you drive your car, ride the train, walk the treadmill or run the roads.

Ein vielversprechender Anfang, auch wenn ich beim Überfliegen der bislang eingestellten Beiträge noch keinen timed comment entdecken konnte. Kann ja noch kommen…

Anontune: Operation Mozart

Heute berichtet das Wired Musik-Blog Underwire über ein aktuelles Projekt von Anonymous (für deren Charakterisierung siehe z.B. einen Artikel von Michael Döringer aus dem De:Bug-Magazin), nämlich eine Open Platform for Social Music. Das Konzept wird einerseits in einem White Paper diskutiert und andererseits in einem der typischen Video-Clips umrissen (für das Transkript den Clip auf YouTube ansehen):

Im Gegensatz zu etablierten Streaming-Diensten wird die Funktionsweise von den anonymen Autoren darin mit einer Suchmaschine verglichen:

Rather than focus on the music itself Anontune will instead focus upon information about the music. Information like where music is being distributed, how it is being used, and how it is discovered. This (…) information can also be used to play and centralize pervasive music across the internet on one platform.

Der Underwire-Artikel liefert dazu einen Screenshot von Anontune beim Zugriff auf eine SoundCloud-Ressource und beschreibt den Nutzungsprozess so…

After setting up an account, users can build playlists by simply typing in the names of songs they want to hear, or they can choose from the names of songs imported from their iPods. Anontune’s “music engine” — which runs in a user’s browser — then finds the songs on the web. Currently most of the tracks come from YouTube and SoundCloud, but there are plans in the works to add Yahoo Music, Myspace Music, Bandcamp and others. From there, users, of which there are currently fewer than 1,000, just press play.

Aus Sicherheitsgründen warnt die Autorin Angela Wattercutter vor der Nutzung des Angebots, juristisch hält sie die Methodik nach Rücksprache mit einem Anwalt der Electronic Frontier Foundation für legitim. Anontune hat im Blog bereits reagiert:

Now that Wired has covered us it’s time to take the project to the next level. We announced our plans for Anontune 2 but it’s time for you to get involved. Join us on IRC and help further the project. Whether you’re a developer or just a music lover: we want your input.

Telefon & Transparenz

Im Fernseh-Interview des Bundespräsidenten zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen reklamiert Christian Wulff mehrmals einen politischen Kampfbegriff des letzten Jahres für sich, nämlich den der Transparenz (siehe das Transkript der Sendung, dort auch Verweise zu Audio- und Video-Versionen des Interviews). Nun ist diese umgehend von BILD-Chefredakteur Kai Diekmann eingefordert worden. Er will eine Abschrift des in Frage stehenden Anrufs von Wulff auf seiner Mailbox veröffentlichen, da er einer Behauptung des Bundespräsidenten widerspricht: Nicht Verschiebung der kritischen Berichterstattung, sondern ihre Verhinderung wäre das Ziel des Anrufs gewesen. Dies wiederum möchte Wulff nicht. Das mag sein gutes Recht sein, allerdings beinhaltet sein Schreiben an Diekmann einen Satz, der misstrauisch macht: „Das habe ich nach meiner Erinnerung auf der Mailbox-Nachricht trotz meiner emotionalen Erregung auch zum Ausdruck gebracht.“ Insofern Erinnerungen bekanntermaßen auch trügen können, wäre also zumindest die Bewertung des Sachverhalts durch eine neutrale Persönlichkeit wünschswert.

Was hat diese Erörterung hier zu suchen, außer dass die betreffende Radio-Satire bereits Thema war? Sie bietet einen Anlass dafür, am Beispiel von Gremiensitzungen zu zeigen, wie die Piratenpartei versucht, Transparenz herzustellen (was nicht heißen muss, dass dies immer und überall wünschenswert ist sowie allein dadurch bereits gelingt): Sie führt zum Beispiel öffentliche Gremiensitzungen durch, und da nicht alle Interessenten persönlich anwesend sein können, wird dies auch technisch ermöglicht: Bei Telefonkonferenzen gibt es die Möglichkeit zuzuhören oder es werden Livestreams angeboten. Insofern kann es bereits Zeugen für die Kommunikation geben. Da aber auch Zeugen sich subjektiv erinnern können, ist die Dokumentation eine weitere Option, um Transparenz herzustellen. Dies praktiziert beispielsweise die Piratenfraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, deren Fraktionssitzungen schließlich bei SoundCloud landen:

Was man mit solchen Quellen anfangen könnte, habe ich an anderer Stelle diskutiert und mein Literatur-Tipp dazu ist: Wikileaks and the Age of Transparency  (Amazon-Link).

Sound & Vision

Hier entsteht ein Blog, in dem es vor allem darum geht, was dort passiert: SoundCloud ist eine Plattform sowie ein soziales Netzwerk zur Verbreitung von Audio-Inhalten, vergleichbar YouTube für Videos. Ausgewählte Inhalte (Musik-Titel, Podcasts, eben: SOUND) will ich genauso vorstellen wie relevante Aspekte der Nutzung vonSoundCloud. Hier wird es Tipps für Einsteiger geben. Aber auch die Gadgets zum Anhören von digitalen Audio-Angeboten interessieren mich. Wie Ihr unschwer erkennen könnt, befindet sich mein Blog noch im Aufbau, aber bald gibt es regelmäßig Beiträge. Und Werbung. Stay tuned!